Nicht alle, die Anrecht darauf hätten, beziehen auch Sozialhilfe. Manche fürchten um ihren Aufenthaltsstatus. Sie wenden sich an private Hilfsorganisationen und Vereine wie beispielsweise Lohnteilen.
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Die Idee von Lohnteilen kam Marc (ehemaliges Mitglied und Gründer von Lohnteilen) während der ersten Coronawelle im Frühjahr 2020: Es sollte eine simple und zugleich wirkungsvolle Instanz geben, um Menschen zu unterstützen, die durch die Pandemie in eine finanzielle Notlage geraten sind und anderweitig keine Hilfe erhielten. Dafür braucht es einerseits solidarische Menschen, die bereit sind, ihr Geld zu teilen, und andererseits ein engagiertes Team, welches die Anträge bearbeitet und die gespendeten Lohnanteile umverteilt. Schnell bildete sich ein junges Team um ihn herum, welches gemeinsam am Aufbau und der Umsetzung des Projektes arbeitete.
Im Dezember 2020 haben wir den Verein Lohnteilen gegründet. Als juristische Person hatten wir damit die Möglichkeit, ein Vereinskonto zu eröffnen. Alle Mitglieder sind auch Teil des Vereinsvorstandes und werden an der jährlichen Vollversammlung wiedergewählt. Mit den neuen Mitgliedern haben wir uns auch vereinsintern umstrukturiert und die Ressorts neu verteilt.
Im Sommer 2025 kam ein weiteres Mitglied dazu und wir haben uns in einer Retraite neu ausgerichtet; es muss keine explizite Verbindung zu Covid-19 und/oder Inflation mehr bestehen. Vielmehr wollen wir nun Personen unterstützen, welche sich in einer akuten finanziellen Notlage befinden. Weiterhin sollen Menschen, welche aufgrund von Long-Covid in finanzielle Notlagen geraten, unser Unterstützungsangebot in Anspruch nehmen können.
Team
Beatrice (she/her) "Prekarität geht uns alle etwas an, denn die Unsicherheiten dürfen ein gewisses Mass nicht übersteigen."
Fiona (she/her) "Es gibt immer Menschen, die nicht vom staatlichen Hilfsnetz aufgefangen werden können. In diesen Fällen braucht es gesellschaftliche Solidarität, um eine gerechtere Umverteilung der finanziellen Mittel zu schaffen."
Lena (she/her) "Ich finde gesellschaftliches Engagement in Form von Direkthilfe sehr sinnvoll."
Luisa (she/her) "Die faire Umverteilung von Ressourcen sollte schon Normalität sein."
Varo (he/him) "-"
Jeanne (she/her) "Teilen statt Wachsen!"
Transparenz
Wir möchten mit unseren Zahlen transparent sein, sowohl gegenüber Gesuchsteller*innen wie auch gegenüber Geber*innen. Natürlich werden wir hier keine persönlichen Daten veröffentlichen, sondern nur unsere monatlichen Bankauszüge.